Vogel-Lexikon · Wasservögel

Gänsesäger Steckbrief · Gesang · Verbreitung

Mergus merganser

Der Gaensesaeger (Mergus merganser) ist mit 58-72 cm einer der groessten Tauchenten. Maennchen mit gruen-schwarzem Kopf, weissem Koerper und rotem 'Saege-Schnabel'; Weibchen mit rotbraunem Kopf, grauem Koerper und weisser Kehle. In Deutschland brueten 1.000-2.500 Paare an klaren Gewaessern. Sein 'gesaegt-er' Schnabel mit Zahnaehnlichen Hornleisten hilft Fische zu halten.

Steckbrief in Kuerze: Der Gaensesaeger wird 58-72 cm gross, wiegt 0,9-2,1 kg und hat eine Fluegelspannweite von 82-97 cm. Er lebt an klaren Fluessen und Seen, taucht nach Fischen, und wird im Schnitt 10-15 Jahre alt. Die Art ist nach IUCN nicht gefaehrdet (LC).

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Vogelstimme

Gesang des Gänsesägers

Heisere 'Krooo'-Rufe - selten zu hoeren ausser am Horst.

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Gaensesaeger erkennen und Saege-Schnabel

Gaensesaeger-Maennchen sind unverkennbar: schwarz-gruen glaenzender Kopf mit charakteristischem 'Kapuzenhuegel', weisser Bauch und Brust, schwarzer Rueckenmantel, roter spitzer Schnabel mit Zaehne. Weibchen: rotbraun-grauer Kopf mit weisser Kehle und Augenstreif, grauer Koerper, weisser Bauch. Der namensgebende 'Saege-Schnabel' hat seitliche Hornleisten, die wie Zaehne aussehen - sie helfen, glitschige Fische zu halten.

Gänsesäger: Wissenswertes & Kuriositäten

Sechs Dinge über den Gänsesäger, die selbst eingefleischten Beobachtern oft neu sind.

Fakt 1 / 4

Saege-Schnabel mit Zaehnen

Der Schnabel des Gaensesaegers hat seitliche horn-aehnliche Spitzen, die wie Zaehne aussehen (daher 'Saeger'). Sie sind keine echten Zaehne, sondern dienen dazu, glitschige Fische zu halten - eine einmalige Anpassung unter Voegeln.

Fakt 2 / 4

Hoehlenbrueter im Baum

Im Gegensatz zu anderen Schwimmenten bruet der Gaensesaeger in Baumhoehlen, alten Spechtloechern oder kuenstlichen Nistkaesten - oft 10-15 m hoch. Die Kueken springen mit wenigen Tagen aus der Hoehle und folgen der Mutter zum Wasser.

Fakt 3 / 4

Tief-Taucher

Gaensesaeger tauchen 5-10 m tief und bleiben 30-60 Sekunden unter Wasser. Sie jagen Fische in klaren Fluessen und Seen - vor allem Plotze, Aitel und Forellen. Konflikt mit Anglern und Forellenfischern ist daher haeufig.

Fakt 4 / 4

Treuer Wintergast

Im Winter kommen Tausende Gaensesaeger aus Skandinavien und Russland nach Mitteleuropa und ueberwintern an offenen Gewaessern. An Rhein und Mosel sind sie dann in grossen Trupps zu sehen.

Verbreitung des Gänsesägers

  • Nordeuropa
  • Nordasien
  • Nordamerika

Gänsesäger: Bildergalerie

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Häufige Fragen zum Gänsesäger

Wo lebt der Gaensesaeger?

An klaren Fluessen, Seen und Talsperren - vor allem mit Fischbestand und Baumhoehlen zum Brueten. In Deutschland brueten an Donau, Mosel, Saale, Elbe-Nebenfluessen und alpinen Seen. Im Winter konzentrieren sich grosse Trupps an offenen Gewaessern.

Was frisst der Gaensesaeger?

Fast ausschliesslich Fische: Plotze, Aitel, junge Forellen, Aale. Er taucht 5-10 m tief und greift Fische im freien Wasser. Pro Tag braucht er 400-500 g Fische - ein erheblicher Anteil am lokalen Fischbestand, daher gibt es Konflikte mit Anglern.

Warum heisst er Gaensesaeger?

Wegen seiner Groesse (fast Gans-aehnlich) und des 'Saege-Schnabels': der Schnabel hat seitliche Horn-Zaehne, die wie eine Saege aussehen und helfen, glitschige Fische zu halten. 'Saeger' im Namen bezeichnet diese Schnabel-Anatomie.

Brutet der Gaensesaeger im Baum?

Ja - das ist eine Besonderheit unter Schwimmenten: Gaensesaeger brueten in Baumhoehlen, alten Spechtloechern oder kuenstlichen Nistkaesten in 10-15 m Hoehe. Die Kueken springen mit 1-2 Tagen aus der Hoehle und folgen der Mutter zum Wasser - oft mehrere hundert Meter weit.

Weitere Arten, die in ähnlichen Lebensräumen vorkommen oder häufig verwechselt werden.