Vogel-Lexikon · Singvögel
Kernbeißer Steckbrief · Gesang · Verbreitung
Coccothraustes coccothraustes
Der Kernbeisser (Coccothraustes coccothraustes) ist mit 16-18 cm der groesste heimische Fink - massiv gebaut mit einem extrem dicken hellen Schnabel, mit dem er Kirschkerne knackt. Auffaellig: rotbraune Faerbung, schwarzer Schnabelstrich und Schwanz, weisser Fluegelfleck. In Deutschland brueten 18.000-37.000 Paare. Er ist heimlich und scheu - oft hoert man ihn nur am scharfen 'Zix-zix'-Ruf.
Steckbrief in Kuerze: Der Kernbeisser wird 16-18 cm gross, wiegt 50-65 g und hat eine Fluegelspannweite von 29-33 cm. Er lebt in alten Laubwaeldern, Parks und Streuobstwiesen, ernaehrt sich von harten Samen (Kirschkernen, Bucheckern, Hagebutten-Kernen), und wird im Schnitt 5-7 Jahre alt. Die Art ist nach IUCN nicht gefaehrdet (LC).
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Vogelstimme
Gesang des Kernbeißers
Scharfer, harter 'Zix-zix'-Ruf - oft das einzige Hinweissignal auf seine Anwesenheit.
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Kernbeisser erkennen und Lebensweise
Der Kernbeisser ist robust gebaut, fast nashornartig wirkend mit massivem, hellbraun-grauem Schnabel. Maennchen: rotbraun mit grauem Nacken, schwarzem Kinn- und Schnabelstrich, schwarzem Schwanz und weissem Fluegelfleck. Weibchen aehnlich, matter. Lebensraum: alte Laubwaelder (besonders mit Hainbuche, Kirsche, Bergulme) und Streuobstwiesen mit Kirsch-, Pflaume- und Mirabellenbaeumen.
Verbreitung des Kernbeißers
- Ganz Europa (außer Nordskandinavien)
- Nordafrika
- Asien bis Japan
Kernbeißer: Bildergalerie
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Häufige Fragen zum Kernbeißer
Ist der Kernbeisser ein seltener Vogel?
Mit 18.000-37.000 Brutpaaren in Deutschland nicht selten, aber heimlich und schwer zu sehen - er bleibt meist hoch in Baumkronen und vermeidet offene Sichtkontakte. Bestaende stabil oder leicht zunehmend. Im Winter mehr Beobachtungen an Futterstellen, vor allem bei Bucheckern-Mangel in den Waeldern.
Was fressen Kernbeisser am liebsten?
Kirschkerne (daher der englische Name 'Hawfinch' und Lieblingsbeute), Bucheckern, Hainbuchen-Samen, Hagebutten-Kerne, Mirabellen-Kerne und Schlehensteine. Im Sommer auch Insekten fuer Jungenaufzucht. An Futterstellen Sonnenblumenkerne (er knackt sie blitzschnell auf), Erdnuesse und Hasel-Splitter.
Welcher Vogel aehnelt dem Kernbeisser?
Vom Profil her: keiner - der massive Schnabel ist einmalig. Vom Gefieder her gibt es Aehnlichkeiten mit Buchfink-Maennchen (rosa Brust, aehnliche Faerbung), aber der Schnabel macht den Unterschied. Junge Kernbeisser sind unauffaelliger graubeige und koennen mit Goldhammer oder Weibchen anderer Finken verwechselt werden.
Wie sieht ein Kernbeisser-Weibchen aus?
Das Weibchen aehnelt dem Maennchen, ist aber matter rotbraun mit weniger ausgepraegter Farbintensitaet. Der Kopf ist eher matt-orange-braun statt leuchtend rotbraun. Schnabel und schwarz-weisses Fluegelmuster sind aber identisch zum Maennchen. Die Unterschiede sind subtil und im Feld schwer eindeutig zu erkennen.
Was ist ein Kernbeisser?
Der Kernbeisser ist ein heimischer Singvogel aus der Familie der Finken (Fringillidae). Sein Name kommt von seiner Faehigkeit, harte Kerne (vor allem Kirschkerne) mit seinem massiven Schnabel zu knacken. Mit 16-18 cm ist er der groesste Fink Mitteleuropas. Er lebt heimlich in alten Laubwaeldern und Streuobstwiesen.
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