Vogel-Lexikon · Singvögel

Grünfink Steckbrief · Gesang · Verbreitung

Chloris chloris

Der Gruenfink (Chloris chloris) ist mit 14-16 cm ein kraeftig gebauter Fink mit gelbgruenem Gefieder, gelben Fluegelbinden und einem dicken hellen Schnabel. In Deutschland brueten 590.000-940.000 Paare. Seit etwa 2010 verzeichnen die Bestaende einen starken Rueckgang um ueber 50% - Ursache ist die parasitaere Krankheit Trichomoniasis, die ueber Vogelhaeuschen verbreitet wird.

Steckbrief in Kuerze: Der Gruenfink wird 14-16 cm lang, wiegt 25-35 g und hat eine Fluegelspannweite von 24-28 cm. Er lebt in Gaerten, Parks, Friedhöfen und an Waldraendern, ernaehrt sich von Samen, und wird im Schnitt 3-4 Jahre alt. Die Art ist nach IUCN nicht gefaehrdet (LC), in Deutschland Vorwarnliste wegen Trichomoniasis.

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Vogelstimme

Gesang des Grünfinks

Schnurrendes 'Dziiiih' und klingelnde Strophen aus dem Baumwipfel.

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Gruenfink erkennen und Bestandsgefaehrdung

Der Gruenfink ist kompakt mit dickem, hellem Schnabel (perfekt fuer harte Samen). Maennchen: gelbgruenes Gesamtgefieder, leuchtend gelbe Schwanzkanten und Fluegelbinden. Weibchen: matter gruenbraun. Lebt in Gaerten, Hecken, Friedhöfen und Stadtparks. Seit 2009 ist der Gruenfink stark durch Trichomoniasis bedroht - eine Parasitenkrankheit, die ueber verschmutzte Futterstellen und Wasserstellen verbreitet wird. Hygienemassnahmen am Vogelhaus sind essentiell.

Grünfink: Wissenswertes & Kuriositäten

Sechs Dinge über den Grünfink, die selbst eingefleischten Beobachtern oft neu sind.

Fakt 1 / 4

Trichomoniasis-Pandemie

Seit 2009 wuetet eine Trichomoniasis-Pandemie unter europaeischen Gruenfinken. Bestaende in Deutschland sind seitdem um 50-70% eingebrochen. Die Krankheit verbreitet sich vor allem ueber kontaminierte Futterstellen und Vogeltraenken.

Fakt 2 / 4

Hygiene am Futterhaus

Vogelhaeuschen sollten woechentlich gereinigt und desinfiziert werden, Wasser taeglich gewechselt. Im Sommer sollten Futterstellen abgebaut werden - dann verbreitet sich Trichomoniasis am staerksten.

Fakt 3 / 4

Kraftvolle Sonnenblumen-Knacker

Der dicke Schnabel des Gruenfinken ist perfekt zum Knacken harter Samen. Sonnenblumenkerne, Hanf und Nigersamen werden mit erstaunlicher Geschwindigkeit aufgebrochen - der Gruenfink ist einer der schnellsten Samenknacker am Futterhaus.

Fakt 4 / 4

Demonstrations-Singflug

Maennchen fliegen im Fruehjahr mit langsamen, faltergleichen Fluegelschlaegen ueber die Baumkronen und singen dabei laut - der typische 'Demonstrationsflug' zur Reviermarkierung.

Verbreitung des Grünfinks

  • Ganz Europa
  • Nordafrika
  • Vorderasien
  • Eingebürgert in Australien und Argentinien
Verbreitungskarte Grünfink

Grünfink: Bildergalerie

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Häufige Fragen zum Grünfink

Ist der Gruenfink selten?

Nicht selten (590.000-940.000 Brutpaare), aber stark rueckläufig: Seit 2009 sind die Bestaende um 50-70% eingebrochen - Ursache ist die Trichomoniasis-Pandemie. In manchen Regionen ist der Gruenfink heute viel seltener zu sehen als noch vor 15 Jahren. Daher in Deutschland auf der Vorwarnliste.

Wo ueberwintert der Gruenfink?

Gruenfinken sind ueberwiegend Standvoegel - sie bleiben das ganze Jahr im Brutgebiet. In strengen Wintern ziehen einzelne Vögel suedwaerts, aber die meisten kommen auch im Winter regelmaessig an Futterstellen. Wintergaeste aus Skandinavien koennen hinzukommen.

Welcher Vogel aehnelt dem Gruenfink?

Der Erlenzeisig ist kleiner und gestreifter. Der Gruenling (alter Name fuer Gruenfink) wird oft mit Berghaenfling oder weiblichem Buchfink verwechselt - der Gruenfink hat aber den dicken Schnabel und die gelben Fluegelfederraender, die ihn deutlich machen.

Was frisst der Gruenfink am liebsten?

Harte Samen: Sonnenblumenkerne, Hanf, Distelsamen, Vogelmiere und Hagebuttenkernchen. Im Sommer fuer Jungenaufzucht: Blattlaeuse und kleine Insekten. An Futterstellen ist der Sonnenblumenkern absolut Lieblingsfutter - andere Voegel werden manchmal vertrieben.

Was sind die Besonderheiten von Gruenfink?

Erstens: dicker Schnabel zum Knacken harter Samen. Zweitens: schmetterlingsartiger Demonstrationsflug der Maennchen. Drittens: aktuelle Bestandsbedrohung durch Trichomoniasis - daher Hygiene-Pflicht am Vogelhaus. Viertens: Standvogel, das ganze Jahr an Futterstellen zu beobachten.

Weitere Arten, die in ähnlichen Lebensräumen vorkommen oder häufig verwechselt werden.