Vogel-Lexikon · Eisvögel & Rackenvögel
Wiedehopf Steckbrief · Gesang · Verbreitung
Upupa epops
Der Wiedehopf (Upupa epops) ist mit 26-32 cm und seiner unverwechselbaren orangenen Haube einer der auffaelligsten Voegel Mitteleuropas. Sein rostorangenes Koerpergefieder mit schwarz-weiss gestreiften Fluegeln und seine aufrichtbare Federhaube sind einmalig. In Deutschland brueten 850-1.300 Paare, vor allem in waermsten Regionen. Sein Ruf 'Hu-Hu-Hu' hat ihm seinen Namen gegeben. Er war 1976 und 2022 Vogel des Jahres.
Steckbrief in Kuerze: Der Wiedehopf wird 26-32 cm gross, wiegt 55-80 g und hat eine Fluegelspannweite von 42-48 cm. Er lebt in waermen, offenen Landschaften mit Weiden, Streuobstwiesen und Boeschungen, ernaehrt sich von Insekten (vor allem Maulwurfsgrillen), und wird im Schnitt 5-6 Jahre alt. Die Art ist nach IUCN nicht gefaehrdet (LC), Vogel des Jahres 1976 und 2022.
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Vogelstimme
Gesang des Wiedehopfs
Dumpfes, dreisilbiges 'Hu-Hu-Hu' - daher der Name (Onomatopoesie).
Zuletzt aktualisiert:
Wiedehopf erkennen und Lebensweise
Der Wiedehopf ist klein-mittelgross mit langem, gebogenem Schnabel, kurzen Beinen und der unverwechselbaren orangenen Federhaube mit schwarzen Spitzen. Rumpf rostorangen mit weisser Bauch- und Bürzelpartie; Fluegel und Schwanz schwarz-weiss gebandert. Im Flug wirken die breit gefiederten Fluegel wie ein Schmetterling - ein einmaliges Flugbild. Lebensraum: warme, offene Landschaften mit niedriger Vegetation, Streuobstwiesen, Weinberge und Sandgruben.
Verbreitung des Wiedehopfs
- Europa
- Afrika
- Asien
Wiedehopf: Bildergalerie
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Häufige Fragen zum Wiedehopf
Wo gibt es in Deutschland Wiedehopfe?
Schwerpunkt: Sachsen-Anhalt (groesste Population in Streuobstwiesen und Sandgruben), Brandenburg, Rheinland-Pfalz (Pfalz, Mosel), Baden-Wuerttemberg (Kaiserstuhl, Bodensee), Bayern (Frankenwein), Sachsen. Lebensraum: warme, offene Landschaften mit Streuobstwiesen, Weinbergen, Sandgruben und Boeschungen. Klimawandel beguenstigt die Ausbreitung nach Norden.
Warum sagt man, der stinkt wie ein Wiedehopf?
Weibliche Wiedehopfe produzieren waehrend der Brut und Jungenaufzucht ein uebelriechendes, fettiges Sekret aus der Buerzeldruese. Dieses Sekret stinkt nach verdorbenem Fleisch und wird im Nest und auf den Federn verteilt - es schuetzt vor Raubtieren wie Marder, Fuchs und Krähe. Das Sprichwort kam in Gebrauch, weil Vogelfaenger frueher beim Aushöhlen der Nester die Geruchsbelastung beklagten.
Ist ein Wiedehopf selten?
Frueher (Mitte 20. Jh.) sehr selten - in den 1960er Jahren fast ausgestorben in Mitteleuropa. Heute mit 850-1.300 Brutpaaren in Deutschland weniger selten, aber lokal verteilt. Bestand waechst stark durch Klimawandel. Trotzdem ist eine Wiedehopf-Sichtung etwas Besonderes - er ist heimlich und kommt nur in spezialisierten Lebensraeumen vor.
Ist der Wiedehopf ein Specht?
Nein - der Wiedehopf gehoert zur eigenen Familie Upupidae und ist mit Nashornvoegeln (Bucerotidae) verwandt - ueberhaupt nicht mit Spechten (Picidae). Aeusserlich sieht er Spechten etwas aehnlich (langer Schnabel, kontrastreiches Gefieder), aber er klettert nicht an Baumstaemmen, sondern lebt am Boden in offener Landschaft.
Was sind die Besonderheiten des Wiedehopfes?
Erstens: einmalige orangene Federhaube, aufrichtbar bei Erregung. Zweitens: schmetterlingsartiger Flug durch breite, faecherfoermige Fluegel. Drittens: stinkende Brut-Sekretion als Praedatorenschutz. Viertens: Klimagewinner mit starkem Bestandsanstieg seit 2000. Fuenftens: ikonische Namensgebung durch Lautmalerei ('Hu-Hu-Hu').
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