Vogel-Lexikon · Wasservögel

Mandarinente Steckbrief · Gesang · Verbreitung

Aix galericulata

Die Mandarinente (Aix galericulata) ist mit 41-49 cm eine der schoensten und farbenpraechtigsten Enten der Welt. Maennchen im Prachtkleid: orangefarbene 'Backenbarte', purpurroter Hals, helle 'Fluegel-Segel' (umgewandelte Fluegelfedern). Weibchen unauffaellig graubraun. Urspruenglich aus Ostasien, in Europa seit dem 18. Jahrhundert eingebuergert. In Deutschland brueten 600-1.000 Paare.

Steckbrief in Kuerze: Die Mandarinente wird 41-49 cm gross, wiegt 430-690 g und hat eine Fluegelspannweite von 65-75 cm. Sie lebt an Gewaessern mit Baumbestand, ernaehrt sich vor allem von Pflanzen und Eicheln, und wird im Schnitt 6-10 Jahre alt. Die Art ist nach IUCN nicht gefaehrdet (LC), eingebuergert in Europa.

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Vogelstimme

Gesang des Mandarinentes

Sehr leise - die Maennchen pfeifen tonlos, die Weibchen rufen ein leises 'Aek-aek'.

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Mandarinente erkennen und Lebensraum

Mandarinerich (Maennchen) im Prachtkleid sind unverkennbar bunt: orangefarbene 'Backenbarte' (verlaengerte Wangenfedern), purpurroter Hals, gruener Scheitel, weisser Bauch, leuchtende 'Fluegel-Segel' aus umgewandelten Schulterfedern. Weibchen viel unauffaelliger: graubraun mit weissem Augenring und einer feinen weissen Linie hinter dem Auge. Im Sommer-Schlichtkleid sehen Maennchen Weibchen aehnlich. Lebensraum: Gewaesser mit Laubbaeumen am Ufer (Hoehlenbrueter).

Mandarinente: Wissenswertes & Kuriositäten

Sechs Dinge über den Mandarinente, die selbst eingefleischten Beobachtern oft neu sind.

Fakt 1 / 4

Schoenste Ente der Welt

Die Mandarinente gilt aus aestethischen Gruenden als 'die schoenste Ente der Welt' - das Prachtkleid des Erpels ist nahezu einmalig in der Vogelwelt. Sie wurde in Asien seit ueber 1.500 Jahren gezuechtet, in europaeischen Parks seit dem 18. Jahrhundert.

Fakt 2 / 4

Hoehlenbrueterin

Im Gegensatz zu anderen heimischen Schwimmenten ist die Mandarinente eine Hoehlenbrueterin - sie bruet in Baumhoehlen, alten Spechtloechern oder kuenstlichen Hoehlenkaesten, oft 3-15 m hoch. Die Kueken springen nach wenigen Tagen aus der Hoehle.

Fakt 3 / 4

Eingebuergert aus Asien

Aus Ostasien (China, Japan, Korea) - in Europa seit dem 18. Jahrhundert als Ziergevogel eingefuehrt. Wildlebende Populationen entstanden zuerst in England (Park-Entkommer), dann in Deutschland - heute haben wir 600-1.000 Brutpaare.

Fakt 4 / 4

Symbol fuer Treue in Asien

In Asien ist die Mandarinente ein traditionelles Symbol fuer eheliche Treue und glueckliche Ehe - die Tiere sind monogam und bleiben oft lange zusammen. Bilder eines Mandarinenten-Paares sind ein klassisches Hochzeitsgeschenk.

Verbreitung des Mandarinentes

  • Ostasien (Heimat)
  • Mitteleuropa (eingebürgert)

Mandarinente: Bildergalerie

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Häufige Fragen zum Mandarinente

Wo gibt es Mandarinenten in Deutschland?

Vor allem in Stadtparks und Parkanlagen mit alten Bäumen und Wasser - Schwerpunkte: Berlin (Tiergarten, Tegeler See), Hamburg, Muenchen (Englischer Garten), Bonn, Koeln, Wiesbaden. Stark zunehmender Bestand seit den 1990ern.

Ist die Mandarinente eingebuergert?

Ja - sie ist ein Neozoon. Urspruenglich aus Ostasien, in Europa seit dem 18. Jahrhundert als Ziervogel eingefuehrt. In England gab es schon Mitte 19. Jh. wildlebende Bestaende; in Deutschland seit etwa 1900. Heute 600-1.000 Brutpaare.

Was unterscheidet Mandarin- und Stockente?

Mandarinente: kleiner (41-49 cm), bunt-orange-purpur-gruen, Hoehlenbrueterin. Stockente: groesser (50-65 cm), Maennchen mit gruenem Kopf und braunem Koerper, Bodenbrueterin. Beide gehoeren zu den Schwimmenten, aber Mandarinente ist sehr leicht zu erkennen.

Was frisst die Mandarinente?

Vor allem pflanzliche Nahrung: Wasserpflanzen, Wasserlinsen, Algen, Sumpfgraser. Eine Besonderheit: Eicheln sind im Herbst wichtige Nahrung - sie schlucken sie ganz. Im Sommer auch Insekten, Wasserschnecken und kleine Wirbeltiere fuer die Jungenaufzucht.

Wo bruet die Mandarinente?

Hoehlenbrueterin: in alten Baumhoehlen, Spechtloechern oder kuenstlichen Hoehlennistkaesten - oft 3-15 m hoch. Die Kueken springen mit 1-2 Tagen aus der Hoehle, oft mehrere Meter tief, und folgen der Mutter zum Wasser. Brut April-Juni, 9-12 Eier.

Weitere Arten, die in ähnlichen Lebensräumen vorkommen oder häufig verwechselt werden.