Vogel-Lexikon · Watvögel

Sanderling Steckbrief · Gesang · Verbreitung

Calidris alba

Der Sandlaeufer (Calidris alba) ist mit 18-21 cm ein kleiner Limikole - im Schlichtkleid blass grau-weiss mit dunklem 'Schulter-Fleck'. Beruehmt fuer das 'Wellen-Rennen' am Strand: er laeuft mit den anrollenden Wellen vor, mit den abrollenden Wellen zurueck. In Deutschland 10.000-20.000 Wintergaeste. IUCN: nicht gefaehrdet (LC).

Steckbrief in Kuerze: Der Sandlaeufer wird 18-21 cm gross, wiegt 50-100 g und hat eine Fluegelspannweite von 35-40 cm. Er ueberwintert an Sandstraenden, ernaehrt sich von Kleinkrebsen, und wird im Schnitt 5-10 Jahre alt.

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Vogelstimme

Gesang des Sanderlings

Helles 'Plitt' im Flug.

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Sandlaeufer erkennen und 'Wellen-Tanz'

Klein (18-21 cm), kompakt. Im Schlichtkleid (in Deutschland): blass grauweisses Gefieder, weisse Stirn, dunkler 'Schulter-Fleck' am Fluegelansatz, schwarze Beine und gerader Schnabel. Im Brutkleid (selten zu sehen): rostbrauner Kopf, Hals, Brust. Charakteristisches Verhalten: laeuft am Strand mit den Wellen vor und zurueck - 'Wellen-Tanz'. Sieht aus wie ein 'aufgezogenes Spielzeug'.

Sanderling: Wissenswertes & Kuriositäten

Sechs Dinge über den Sanderling, die selbst eingefleischten Beobachtern oft neu sind.

Fakt 1 / 3

'Wellen-Renner' am Strand

Sandlaeufer laufen mit den anrollenden Wellen rueckwaerts den Strand hinauf, mit den ablaufenden Wellen wieder hinunter zum Wasser - sie suchen die feuchte Sandkante nach Kleinkrebsen ab. Eine perfekte Synchronisation mit dem Meer.

Fakt 2 / 3

Brutgebiet Arktis

Sandlaeufer brueten in der arktischen Tundra (Hocharktis, Groenland, Spitzbergen, Kanada, Sibirien) - oft direkt am Polarmeer. Ziehen bis Suedafrika und Patagonien - Welt-Zieher.

Fakt 3 / 3

Klimagewinner Wattenmeer

Sandlaeufer-Bestand im Wattenmeer steigt seit den 1990ern - vermutlich profitieren sie vom Klimawandel und der Wattenmeer-Wasserqualitaet-Verbesserung.

Verbreitung des Sanderlings

  • Arktis (Brut)
  • Weltweite Küsten (Winter)

Häufige Fragen zum Sanderling

Wo sieht man Sandlaeufer in Deutschland?

An Sandstraenden der Nord- und Ostsee (Sylt, Amrum, Rügen, Usedom) - im Winter (September-Mai). Sehr typisch das 'Wellen-Tanzen' am Spuelsaum. Beste Beobachtung: ruhige Wintertage, Niedrigwasser am Sandstrand.

Was unterscheidet Sand- und Alpenstrandlaeufer?

Sandlaeufer: gerader Schnabel, im Winter sehr blass-weiss, dunkler Schulter-Fleck, 'Wellen-Tanz' am Strand. Alpenstrandlaeufer: leicht abwaerts gebogener Schnabel, dunkler, kein 'Wellen-Tanz'. Sandlaeufer ist deutlich kontrastloser im Winterkleid.

Was frisst der Sandlaeufer?

Kleinkrebse, Wuermer, Wasserinsekten - sucht im feuchten Sand am Wellensaum. Nutzt die feuchte Sandkante optimal: dort werden Beutetiere durch die Wellen 'aufgewirbelt'.

Weitere Arten, die in ähnlichen Lebensräumen vorkommen oder häufig verwechselt werden.