Vogel-Lexikon · Watvögel
Großer Brachvogel Steckbrief · Gesang · Verbreitung
Numenius arquata
Der Grosse Brachvogel (Numenius arquata) ist mit 50-60 cm der groesste Watvogel Europas - graubraun gestreift, mit charakteristisch langem, abwaerts gebogenem Schnabel (15 cm!). In Deutschland brueten 3.500-5.000 Paare - Rote Liste 1 (vom Aussterben bedroht). IUCN: potentiell gefaehrdet (NT). Beruehmt fuer das melancholische 'Bra-ach-vogel'-Rufen.
Steckbrief in Kuerze: Der Grosse Brachvogel wird 50-60 cm gross, wiegt 600-1.200 g und hat eine Fluegelspannweite von 80-100 cm. Er lebt in Feuchtwiesen und Mooren, ernaehrt sich von Wuermern und Insekten, und wird im Schnitt 10-25 Jahre alt. Rote Liste 1, vom Aussterben bedroht.
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Vogelstimme
Gesang des Großer Brachvogels
Melodisch-melancholisches 'Bra-ach-vogel' - das ist sein Name als Lautmalerei!
Zuletzt aktualisiert:
Grosser Brachvogel erkennen
Sehr gross (60 cm) - groesster Watvogel Europas. Graubraun, fein gestreift, sehr langer (15 cm!) abwaerts gebogener Schnabel - einzigartig in Europa. Maennchen und Weibchen aehneln sich; Weibchen mit etwas laengerem Schnabel. Beine grau-blaeulich. Im Flug breite, sichelfoermige Fluegel und weisser Buerzel. Bruetet in Feuchtwiesen, Mooren und Salzwiesen - sehr empfindlich gegen Stoerungen. Wattenmeer-Hauptueberwinterer.
Verbreitung des Großer Brachvogels
- Europa
- Westsibirien
- Wintergäste an Atlantik- und Mittelmeerküsten
Großer Brachvogel: Bildergalerie
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Häufige Fragen zum Großer Brachvogel
Wo lebt der Grosse Brachvogel?
Als Brutvogel: in feuchten Wiesen, Niedermooren, Salzwiesen in Norddeutschland (Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein), Niederrhein. Als Wintergast/Durchzuegler: im Wattenmeer in Massen (50.000-100.000).
Warum ist er so selten?
Verlust und Entwaesserung von Feuchtwiesen, intensive Landwirtschaft (zu fruehe Mahd toetet Junge), Praedation durch Fuechse und Marder, Wassermangel im Brutgebiet. Trotz intensiver Schutzbemuehungen ist der Bestand weiter ruecklaeufig.
Was frisst der Grosse Brachvogel?
Im Sommer: Regenwuermer, Insektenlarven, kleine Frösche, Eidechsen. Im Winter im Wattenmeer: Wattwuermer, Krabben, Schnecken, Muscheln. Sein langer Schnabel reicht tief in den Schlamm.
Wie laeuft die Balz?
Charakteristischer Balzflug: das Maennchen steigt mit raschem Fluegelschlag in 50-100 m Hoehe, gleitet dann mit ausgebreiteten Fluegeln langsam herab, dabei singt es seinen jubelnden Triller. Ein eindrucksvolles Schauspiel im Mai.
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