Vogel-Lexikon · Wasservögel
Brandgans Steckbrief · Gesang · Verbreitung
Tadorna tadorna
Die Brandgans (Tadorna tadorna) ist mit 58-67 cm eine grosse Halbgans der Nord- und Ostsee-Kueste - kontrastreich gefaerbt: weiss, schwarz, rost und gruener Kopf. Maennchen mit roter Hornnase. In Deutschland brueten 4.000-5.500 Paare im Wattenmeer und an der Ostsee. IUCN: nicht gefaehrdet (LC). Beruehmt fuer 'Mauser-Wanderung' nach Helgoland-Wattenmeer.
Steckbrief in Kuerze: Die Brandgans wird 58-67 cm gross, wiegt 800-1.500 g und hat eine Fluegelspannweite von 110-133 cm. Sie lebt an Kuesten, Salzwiesen, Brackwasser, ernaehrt sich von Wattschnecken und Kleinkrebsen, und wird 10-15 Jahre alt.
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Vogelstimme
Gesang des Brandganss
Maennchen pfeift hoch 'Whihi'; Weibchen schnattert tief.
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Brandgans erkennen
Gross und auffallend bunt - dunkelgruener Kopf (oft schwarz wirkend), weisser Koerper mit breiter rost-brauner Brustbinde, schwarze Schulterstreifen und Schwingen, hellrosa Beine. Maennchen mit roter Hornnase am Schnabelansatz; Weibchen kleiner und ohne Hornnase. Jungvoegel grau-weiss gemustert. Bruetet in Erdhoehlen (oft alte Kaninchen-Baue), Holzhaufen, unter Daechern. Charakteristisch: nach der Brut fliegen alle deutschen Brandgaense zum Mauser-Sammelplatz im niederlaendischen Wattenmeer.
Verbreitung des Brandganss
- Europa
- Zentralasien
- Wintergäste an Mittelmeer
Brandgans: Bildergalerie
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Häufige Fragen zum Brandgans
Wo lebt die Brandgans?
An Nord- und Ostsee-Kueste, in Wattenmeer, Salzwiesen, Brackwasser-Lagunen. Schwerpunkt: Wattenmeer, Halligen, Bodden, Schwansen. In Binnenland selten als Brutvogel (Sachsen-Anhalt, Brandenburg), zunehmend.
Ist die Brandgans eine Gans oder Ente?
Halbgans - taxonomisch zwischen Gans und Ente (Tadorninae). Sie hat Eigenschaften beider: groesser und langhalsiger als Enten, kleiner als Gaense; bruetet wie Kaninchen in Erdhoehlen.
Was frisst die Brandgans?
Wattschnecken (Hauptbeute!), Krabben, Kleinkrebse, Wasserkaefer. Sie sammelt am Watt mit dem Schnabel - 'siebt' den Schlamm. Eine Brandgans verzehrt pro Tag 100-300 g Wattorganismen.
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