Vogel-Lexikon · Singvögel
Nachtigall Steckbrief · Gesang · Verbreitung
Luscinia megarhynchos
Die Nachtigall (Luscinia megarhynchos) ist mit 15-17 cm ein unauffaellig brauner Singvogel - aber ihr Gesang gehoert zu den schoensten und beruehmtesten der Welt. Sie singt vor allem in der Daemmerung und nachts mit voller, flötend-perlender Stimme. In Deutschland brueten 95.000-200.000 Paare; vor allem in Auenwaeldern und an Flusstaelern. Die Nachtigall war 1995 Vogel des Jahres und ist Inspirationsquelle unzaehliger Gedichte und Musikstücke.
Steckbrief in Kuerze: Die Nachtigall wird 15-17 cm lang, wiegt 18-27 g und hat eine Fluegelspannweite von 23-26 cm. Sie lebt in dichten Hecken, Auenwaeldern und Parks, ernaehrt sich von Insekten und Beeren, und wird im Schnitt 2-3 Jahre alt. Die Art ist nach IUCN nicht gefaehrdet (LC), Zugvogel nach Afrika.
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Vogelstimme
Gesang des Nachtigalls
Weltberuehmter, voller fluetend-perlender Gesang mit Trillern und Pfiffen - oft nachts.
Zuletzt aktualisiert:
Nachtigall: kleiner brauner Star
Die Nachtigall ist unscheinbar warm-braun gefaerbt mit rotbrauner Oberseite, hellem Bauch und langem, oft aufgestelltem rotbraunen Schwanz. Maennchen und Weibchen sehen identisch aus. Sie ist kleiner als eine Amsel, etwa rotkehlchengross. Im Feld eher zu hoeren als zu sehen - sie lebt verborgen in dichten Hecken und Auenwaeldern. Brutgebiet vor allem entlang von Fluessen und in feuchten Niederungen.
Verbreitung des Nachtigalls
- Europa
- Nordafrika
- Westasien
- Afrika (Winter)
Nachtigall: Bildergalerie
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Häufige Fragen zum Nachtigall
Wann singt die Nachtigall?
Hauptgesangzeit ist von Ankunft Anfang Mai bis Mitte Juli. Sie singt vor allem in der Daemmerung (Abend und Morgen) sowie nachts. Tagsueber singt sie weniger, ist aber auch dann zu hoeren. Nach der Brutzeit (Mitte Juli) verstummt sie weitgehend, bis sie im August nach Afrika abreist.
In welchem Monat singt die Nachtigall?
Mai bis Juli ist der Hauptgesangsmonat. Die ersten Maennchen kommen Ende April aus Afrika zurueck, der Gesangshoehepunkt liegt im Mai und Juni - wenn die Maennchen Weibchen anlocken und Reviere etablieren. Im Juli ueberwiegt schon die Brutpflege und der Gesang nimmt ab.
Wie erkennt man eine Nachtigall?
Optisch schwer - sie ist klein, einheitlich rotbraun, mit hellem Bauch und langem rotbraunen Schwanz, oft aufgestellt. Im Feld ist sie meist nur durch ihren Gesang zu erkennen: voller, melodischer und vielseitiger als alle anderen heimischen Saenger, mit charakteristischen 'Schluchzern', Pfiffen und Crescendi. Klang: 'Tiuh-tiuh-pju-pju-pju'.
Ist eine Nachtigall selten?
Mit 95.000-200.000 Brutpaaren in Deutschland nicht selten, aber lokal verteilt - sie ist auf Auenwaelder, feuchte Niederungen und dichte Hecken angewiesen. Schwerpunkte: Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Hessen. In Sueddeutschland und Bayern seltener. Bestand seit den 1980ern leicht zunehmend.
Wo hat die Nachtigall ihr Nest?
Bodennah oder dicht ueber dem Boden in dichtem Unterholz, Brombeer- und Schwarzdorngebuesch, oft in Hecken oder Auwald-Saum. Das Nest aus Halmen, Blaettern und Wurzeln wird perfekt versteckt. Sie ist sehr unauffaellig waehrend der Brut - selbst Ornithologen finden Nester selten.
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