Vogel-Lexikon · Hühnervögel

Fasan Steckbrief · Gesang · Verbreitung

Phasianus colchicus

Der Fasan (Phasianus colchicus) ist mit 75-90 cm (Maennchen) bzw. 55-70 cm (Weibchen) der groesste heimische Huehnervogel. Maennchen sind extrem auffaellig mit kupferrotem Koerper, grunlich-violett schillerndem Kopf und langen Schwanzfedern; Weibchen sind unscheinbar braun. Urspruenglich aus Westasien (Kaukasus, Persien) - eingebuergert in Europa seit Roemerzeit. In Deutschland brueten 175.000-275.000 Paare.

Steckbrief in Kuerze: Der Fasan wird 75-90 cm gross (Maennchen, mit Schwanz), wiegt 1.000-1.400 g und hat eine Fluegelspannweite von 70-90 cm. Er lebt in offener Kulturlandschaft mit Hecken und Feldgehoelzen, ernaehrt sich von Samen, Insekten und Gruenzeug, und wird im Schnitt 2-3 Jahre alt. Die Art ist nach IUCN nicht gefaehrdet (LC), in Deutschland eingebuergert.

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Vogelstimme

Gesang des Fasans

Lautes, rauhes 'Goa-koo!' der Maennchen - oft beim Balzfluegelschlag.

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Fasan erkennen und Lebensweise

Fasan-Maennchen sind unverwechselbar: kupferroter Koerper, schillernd-gruner Kopf, lange Schwanzfedern (bis 50 cm), oft mit weissem Halsring. Weibchen sind tarn-braun mit dunklen Querstreifen - sie aehneln dem Rebhuhn, sind aber deutlich groesser mit langem Schwanz. Lebensraum: offene Kulturlandschaft mit Wiesen, Hecken, Feldgehoelzen und Wassergraeben. Schlafplaetze in Baeumen, Brutplatz am Boden im hohen Gras.

Fasan: Wissenswertes & Kuriositäten

Sechs Dinge über den Fasan, die selbst eingefleischten Beobachtern oft neu sind.

Fakt 1 / 4

Aus Asien eingebuergert

Fasane wurden bereits zu Roemerzeit als Jagdwild eingebuergert. Sie stammen urspruenglich aus dem Kaukasus, Persien und China. Heute sind sie in ganz Mitteleuropa verbreitet, brueten aber teilweise nur durch staendige Aussetzung von Zuchttieren.

Fakt 2 / 4

Maennchen polygam

Fasan-Maennchen verteidigen Reviere mit mehreren Weibchen (Harem von 2-5). Sie balzen mit lautem 'Goa-koo' und Fluegelschlag. Weibchen brueten alleine, Maennchen kuemmern sich nicht um Brut oder Jungvoegel.

Fakt 3 / 4

Bis zu 15 Eier pro Brut

Fasan-Weibchen legen 10-15 olivgrune Eier pro Brut - eines der groessten Gelege heimischer Voegel. Notwendig wegen der hohen Sterblichkeit am Boden (Fuchs, Marder, Greifvoegel, Maehmaschinen).

Fakt 4 / 4

Jagdwild Nr. 1

Der Fasan ist seit Jahrhunderten das wichtigste Federwild der mitteleuropaeischen Jagd. Jedes Jahr werden in Deutschland 200.000-400.000 Fasane geschossen - hauptsaechlich Zucht-Aussetzungen.

Verbreitung des Fasans

  • Asien (Heimat)
  • Europa und Nordamerika (eingebürgert)

Fasan: Bildergalerie

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Häufige Fragen zum Fasan

Wo in Deutschland leben Fasane?

Flaechendeckend in ganz Deutschland in offenen Kulturlandschaften mit Hecken, Feldgehoelzen und Gewaessern. Schwerpunkt: Norddeutschland, Brandenburg, Niedersachsen, NRW. In Sueddeutschland und in den Mittelgebirgen seltener; in den Alpen kaum vorhanden. Stadt-Bestaende in einigen Grossstaedten (Berlin, Hamburg) wachsen.

Was bedeutet ein Fasan im Garten?

Ein Fasan im Garten zeigt strukturreiche Umgebung mit Versteckmoeglichkeiten und Futternachschub. Maennchen koennen waehrend der Balzzeit (Februar-Mai) etwas laut sein und gegen Spiegelreflexionen anrennen, wenn sie ihr eigenes Spiegelbild fuer Rivalen halten. Weibchen sind zurueckhaltend.

Ist Fasan ein Rebhuhn?

Nein - Fasan und Rebhuhn sind verschiedene Arten in der gleichen Familie (Phasianidae). Fasan: groesser (75-90 cm), langschwaenzig, Maennchen bunt. Rebhuhn: kleiner (28-32 cm), kompakt, beide Geschlechter aehnlich graubraun gefaerbt. Fasane wurden aus Asien eingebuergert, Rebhuehner sind heimisch.

Ist der Fasan selten?

Nicht selten (175.000-275.000 Brutpaare), aber Bestaende stark schwankend durch Maehmaschinen-Verluste, Fuchsdichte und Greifvogelpraesenz. Viele Bestaende werden durch Aussetzung von Zuchttieren stabilisiert. Wildlebende, sich selbst reproduzierende Populationen sind regional unterschiedlich erfolgreich.

Welche Fasane gibt es in Deutschland?

Die haeufigste Form ist der Mongolische/Kaukasische Fasan (Phasianus colchicus colchicus, mit weissem Halsring). Daneben gibt es Hybriden mit anderen Unterarten aus China und Korea (oft schwarz-gruene Maennchen ohne Halsring). Echte Wildformen sind selten - die meisten Fasane in Deutschland sind Zucht-Hybriden.

Weitere Arten, die in ähnlichen Lebensräumen vorkommen oder häufig verwechselt werden.