Vogel-Lexikon · Wasservögel
Basstölpel Steckbrief · Gesang · Verbreitung
Morus bassanus
Der Basstoelpel (Morus bassanus) ist mit 87-100 cm der groesste Hochseevogel Nordeuropas - schneeweiss mit schwarzen Fluegelspitzen, gelbem Kopf und stahlblauen Augen. Beruehmt fuer spektakulaere Stuerze aus 40 m Hoehe ins Meer. Deutschlands einzige Brutkolonie auf Helgoland (~1.500 Paare auf dem 'Lummenfelsen'). IUCN: nicht gefaehrdet (LC).
Steckbrief in Kuerze: Der Basstoelpel wird 87-100 cm gross, wiegt 2.300-3.600 g und hat eine Fluegelspannweite von 170-180 cm. Er lebt auf hoher See und an Felskuesten, ernaehrt sich von Heringen und Makrelen, und wird im Schnitt 20-30 Jahre alt.
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Vogelstimme
Gesang des Basstölpels
Lautes, kehliges 'Urra-urra' in der Kolonie.
Zuletzt aktualisiert:
Basstoelpel erkennen und Sturztauchen
Sehr gross, ueberwiegend schneeweiss mit schwarzen Fluegelspitzen, gelblichem Kopf-Schimmer und langem, blaugrauem Schnabel. Jungvoegel braun gefleckt, erst nach 4 Jahren ausgefaerbt. Spektakulaere Jagdtechnik: Sie steigen 30-40 m hoch und stuerzen kopfueber wie ein Pfeil mit 100 km/h ins Wasser - Aufprallschutz durch verstaerkten Schaedel und Luftpolster im Hals. Tauchen bis 22 m tief.
Verbreitung des Basstölpels
- Nordatlantik
- In DE nur Helgoland
Häufige Fragen zum Basstölpel
Wo kann man Basstoelpel sehen?
Einzige Brutkolonie Deutschlands: Helgoland (Lummenfelsen, ca. 1.500 Paare). Beste Beobachtungszeit: April-August. Sehr gut von oben zu beobachten - oft auf Hand-Naehe. Im Herbst auch von Nordsee-Inseln und -kuesten zu sehen.
Wie stoßen sie ins Wasser?
Aus 30-40 m Hoehe stuerzen sie mit angelegten Fluegeln pfeilgerade kopfueber mit bis zu 100 km/h ins Wasser. Spezielle Anpassungen: kein Nasenloch (sondern an der Mundkante), verstaerkter Schaedel, Luftpolster zwischen Haut und Muskel als Stossdaempfer. Sie tauchen bis 22 m tief.
Was fressen Basstoelpel?
Heringe, Makrelen, Sprotten, Sandaale - alle pelagischen Schwarmfische in 0-22 m Tiefe. Eine Brutkolonie verzehrt taeglich tonnenweise Fisch. Konflikt mit Fischern: lokal als 'Konkurrenz' angesehen.
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