Vogel-Lexikon · Singvögel

Wiesenpieper Steckbrief · Gesang · Verbreitung

Anthus pratensis

Der Wiesenpieper (Anthus pratensis) ist mit 14-15 cm ein olivgruener Pieper offener Wiesen - im Gegensatz zum Baumpieper kein Baum-Bewohner. In Deutschland brueten 24.000-46.000 Paare - Rote Liste 2 (stark gefaehrdet). Standvogel/Teilzieher. IUCN: potentiell gefaehrdet (NT).

Steckbrief in Kuerze: Der Wiesenpieper wird 14-15 cm gross, wiegt 16-25 g und hat eine Fluegelspannweite von 22-25 cm. Er lebt in offenen Wiesen und Mooren, ernaehrt sich von Insekten, und wird im Schnitt 3-5 Jahre alt. Rote Liste 2.

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Vogelstimme

Gesang des Wiesenpiepers

Hohes 'Issit-issit' im Flug, dazu zaghaftes 'Tisst-tisst-tisst'-Lied.

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Wiesenpieper erkennen

Klein und schlank (14-15 cm), olivgruener Ruecken mit dunklen Streifen, gelblich-weisse Brust mit deutlich gestreiften Brust-Streifen, DUNKLE Beine (Baumpieper rosa!). Maennchen und Weibchen aehneln sich. Im Gegensatz zum Baumpieper: Singflug startet AM BODEN (nicht von einer Baumspitze), endet ebenfalls am Boden - 'Fallschirm-Sprung' fast senkrecht herunter.

Wiesenpieper: Wissenswertes & Kuriositäten

Sechs Dinge über den Wiesenpieper, die selbst eingefleischten Beobachtern oft neu sind.

Fakt 1 / 3

Boden-Singflug

Im Gegensatz zum Baumpieper (Baum-Singflug) startet der Wiesenpieper seinen Singflug vom Boden - steigt fast senkrecht 15-30 m hoch, dann gleitet er mit aufgestelltem Schwanz wie ein Fallschirm zurueck auf den Boden. Klassisches Wiesenvogel-Verhalten.

Fakt 2 / 3

Bestand 50% gesunken

Wiesenpieper-Bestand in Deutschland ist seit 1990 um 50% zurueckgegangen. Hauptursache: Verlust extensiv genutzter Wiesen und Moore, intensive Landwirtschaft. Rote Liste 2.

Fakt 3 / 3

Kuckucks-Wirt

Wiesenpieper sind in einigen Regionen Haupt-Wirte des Kuckucks - bei ihnen werden 5-10% der Bruten Kuckucks-Junge aufgezogen. Klassische Co-Evolutionspartner.

Verbreitung des Wiesenpiepers

  • Europa
  • Westsibirien
  • Wintergäste in Südeuropa und Nordafrika

Wiesenpieper: Bildergalerie

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Häufige Fragen zum Wiesenpieper

Wo lebt der Wiesenpieper?

Auf offenen Wiesen, Mooren, Heiden, Truppenuebungsplaetzen, Salzwiesen. Schwerpunkt: Norddeutschland, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Wattenmeer-Salzwiesen, Alpen-Almen. In intensiv bewirtschafteten Wiesen ausgestorben.

Was unterscheidet Wiesen- und Baumpieper?

Wiesenpieper: dunkle Beine, oliv-gruener Ruecken, deutlicher Streifen, Singflug vom Boden. Baumpieper: rosa Beine, brauner Ruecken, feinerer Streifen, Singflug vom Baumgipfel. Lebensraum: Wiesen vs. Waldraender.

Was frisst der Wiesenpieper?

Insekten (Spinnen, Heuschrecken, Fliegen, Kaefer, Schmetterlingsraupen); im Winter und im Zug auch Samen. Sucht 'pickend' am Boden in Wiesen-Vegetation.

Weitere Arten, die in ähnlichen Lebensräumen vorkommen oder häufig verwechselt werden.