Vogel-Lexikon · Singvögel

Bartmeise Steckbrief · Gesang · Verbreitung

Panurus biarmicus

Die Bartmeise (Panurus biarmicus) ist mit 15-17 cm ein zimtbrauner Schilf-Vogel mit langem Schwanz - Maennchen mit schwarzem 'Bart' (Wangenstreif) und blau-grauem Kopf. Trotz des Namens keine echte Meise, sondern Einzelgaenger einer eigenen Familie. In Deutschland brueten 1.700-3.100 Paare in grossen Schilfgebieten. IUCN: nicht gefaehrdet (LC).

Steckbrief in Kuerze: Die Bartmeise wird 15-17 cm gross, wiegt 12-18 g und hat eine Fluegelspannweite von 16-18 cm. Sie lebt ausschliesslich in grossen Schilfgebieten, ernaehrt sich von Insekten und Schilfsamen, und wird im Schnitt 3-5 Jahre alt.

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Vogelstimme

Gesang des Bartmeises

Helles 'Pching-pching' wie kleine Glocken aus dem Schilf.

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Bartmeise erkennen

Etwa meisengross aber mit auffallend langem Schwanz (Gesamtlaenge 17 cm, davon 8 cm Schwanz). Koerper zimt-rostbraun. Maennchen: blau-grauer Kopf, markanter schwarzer 'Bart' (Wangenstreif), schwarze Unterschwanzdecken. Weibchen: einfarbig braun, kein Bart. Lebt ausschliesslich in grossen Schilfgebieten - klettert geschickt an Schilfhalmen. Im Winter Schwarmvogel.

Bartmeise: Wissenswertes & Kuriositäten

Sechs Dinge über den Bartmeise, die selbst eingefleischten Beobachtern oft neu sind.

Fakt 1 / 3

Keine echte Meise

Trotz Name gehoert die Bartmeise nicht zur Familie der Meisen (Paridae), sondern bildet eine eigene Familie (Panuridae) mit nur einer einzigen Art - taxonomisch isoliert.

Fakt 2 / 3

Drei Bruten pro Jahr

Bartmeisen koennen 2-3 Bruten pro Jahr aufziehen - eine der hoechsten Brutfrequenzen unter europaeischen Singvoegeln. Die Bestaende koennen explosionsartig wachsen.

Fakt 3 / 3

Wechselt im Herbst die Nahrung um

Im Sommer fressen Bartmeisen Insekten; im Herbst stellen sie ihren Verdauungsapparat um auf Schilfsamen - dazu verdickt sich der Muskelmagen massiv. Faszinierende physiologische Anpassung.

Verbreitung des Bartmeises

  • Europa
  • Asien bis Japan

Bartmeise: Bildergalerie

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Häufige Fragen zum Bartmeise

Wo lebt die Bartmeise?

Ausschliesslich in grossen, zusammenhaengenden Schilfgebieten (Phragmites). In Deutschland: Bodensee, Steinhuder Meer, Niederrhein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg. Auch im Winter standorttreu - braucht aber stehendes Schilf, das nicht maehbar ist.

Warum heisst sie 'Meise', wenn sie keine ist?

Der Name stammt aus volkstuemlicher Tradition wegen ihrer Groesse und Lebensweise. Wissenschaftlich wurde sie lange den Meisen zugeordnet; seit DNA-Analysen 2003 bildet sie eine eigene Familie (Panuridae).

Was frisst die Bartmeise?

Im Sommer: kleine Insekten und Spinnen aus den Schilfhalmen. Im Herbst/Winter: Schilfsamen. Dazu wird im Herbst der Muskelmagen physiologisch verdickt.

Weitere Arten, die in ähnlichen Lebensräumen vorkommen oder häufig verwechselt werden.